Der 1. FC Köln hat eben einen ausführlichen Text veröffentlicht, in dem den Fans und Mitgliedern des Vereins der aktuelle Konflikt mit den Kölner Ultràgruppen aus Sicht des Vereins detailliert erklärt wird. Angesprochen werden u.a. verhängte Stadionverbote, der abgebrochene Dialog und Vorgaben für Choreografien.
Bildergalerie zu diesem Beitrag
Im Sommer 2017 verhängte Stadionverbote sorgten für verhärtete Fronten zwischen Ultras und Verein.
Bild: WH96.de
Beim 1. FC Köln will man mit der ausführlichen Stellungnahme für Transparenz sorgen und erklären „worum es wirklich geht“. Auch richtet sich die Stellungnahme an die Ultras selbst und fordert diese zur Wiederaufnahme des Dialogs auf. So sei der aktuelle Konflikt durch „massive Regelverstöße“ der Kölner Ultras verursacht, auf die der 1. FC Köln mit der Verhängung von Stadionverboten reagierte.
„Der 1. FC Köln hätte den Weg interner Gespräche gerne fortgesetzt, er sieht sich jedoch gezwungen, sich auch öffentlich zu erklären. Wir wissen, dass dies eine weitere Verhärtung der Position der angesprochenen Ultra-Gruppen zur Folge haben kann, halten es aber für vorrangig, dass alle Fans und Mitglieder die Gründe für das derzeit gestörte Verhältnis zwischen dem Club und Teilen der Ultra-Gruppen kennen. Denn genau darum geht es: um das Verhältnis zu einem Teil der Ultra-Gruppen“, heißt es in der von Präsidium, Geschäftsführung, Aufsichtsrat, Beirat sowie Teilen des Mitgliederrats des 1. FC Köln unterzeichneten Stellungnahme.
Kölner Ultras kritisierten zuletzt immer wieder den Vereinsvorstand.
Bild: WH96.de
Dieses Spruchband der Wilden Horde gegen den Fanbeauftragen sorgte in Köln für viel Aufregung.Bild: WH96.de
Abschließend stellt der 1. FC Köln konkrete Forderungen an die Ultras: „Kehrt zum Dialog zurück, respektiert die Vielfalt der Fankulturen beim FC, haltet euch an eure Selbstverpflichtungen zu Pyrotechnik ('Keine Böller, keine Leuchtspurmunition, kein Werfen'), Fairplay, Respekt und Gewaltverzicht, akzeptiert die Regeln und die Gremien des 1. FC Köln, unterstützt unsere Teams in guten und in schlechten Zeiten“. Ob das Statement des Verein zu einer Beruhigung der Lage und zur Wiederaufnahme des Dialogs oder zum Gegenteil führen wird, bleibt abzuwarten. (Faszination Fankurve, 14.02.2018)
Hier geht es zum ausführlichen Statement des 1. FC Köln.



