ZDF-Reportage schon vor Ausstrahlung in der Kritik

Faszination Fankurve 22.02.2018 0 Kommentare

Foto: Faszination Fankurve

Das ZDF will am 18. März 2018 eine Reportage mit dem Titel „Hooligans gegen Polizei – Fanrandale und kein Ende“ ausstrahlen. Fußballfans werfen dem ZDF bereits nach Veröffentlichung des Ankündigungstextes eine unausgewogene Berichterstattung vor.

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Am Samstag soll für die ZDF-Reportage beim Drittligaspiel Rostock gegen Magdeburg gedreht werden.
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„Unfassbar, wie sich schon die Ankündigung des ZDF liest. Es kommen jede Menge PolizistInnen zu Wort, AnwohnerInnen sowie 'normale Fans'. Mal gucken, wie die 'unnormalen Fans' dargestellt werden“, fragt sich beispielsweise die Fanhilfe Magdeburg, die laut eigenen Angaben vom ZDF nicht für die Reportage angefragt wurde. Die Fanhilfe Magdeburg fordert das ZDF sogar dazu auf, die Reportage aus dem Programm zu nehmen. Im Rahmen der Reportage will ein Kamerateam am Samstag das Drittligaspiel Hansa Rostock gegen den 1. FC Magdeburg besuchen und den Polizeieinsatz begleiten. ​

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Wir fordern den @ZDF auf, diese "Dokumentation" aus dem Programm zu nehmen! Denn #Fanrechte = #Bürgerrechte! Wer ist mit dabei??#stopfakenews#keinedoku https://t.co/awVXUO8v3t

— Fanhilfe Magdeburg (@fanhilfe_md) 22. Februar 2018

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Am Samstag soll für die ZDF-Reportage beim Drittligaspiel Rostock gegen Magdeburg gedreht werden.<br />
<p><script data-minify= Im Ankündigungstext des ZDF heißt es zur Reportage, die teilweise auch schon unter dem Titel „Ultras gegen Polizei – Fanrandale und kein Ende“ angekündigt wurde: „Jahr für Jahr nimmt die Gewalt in und um Fußballstadien zu – und  damit auch der Aufwand, den die Polizei zur Absicherung sogenannter  Hochrisikospiele betreibt. Fast jedes fünfte Fußballspiel gilt inzwischen als Hochrisikospiel. Die Folge: Mehr als 1,4 Millionen Polizei-Arbeitsstunden jährlich in der 1. und 2. Bundesliga, rund 80 Millionen Euro Gesamtkosten. Diese Kosten trägt im Endeffekt der Steuerzahler – und die Absicherung der Spiele in der 3. Bundesliga und der Regionalliga kommen noch dazu! 'ZDF.reportage' begleitet die Polizeiarbeit bei der Partie zwischen Hansa Rostock und dem 1. FC Magdeburg. Bei dem Ost-Derby der 3. Liga setzen Landes- und Bundespolizei mehr als 1000 Beamte ein, um die Fan-Gruppen voneinander zu trennen – ein logistischer Kraftakt, der aber notwendig ist. Denn die Fans von Hansa Rostock gelten als die aggressivsten des deutschen Profifußballs – und auch Magdeburger Fans sind dafür bekannt, die Konfrontation mit der Polizei nicht zu scheuen. 'ZDF.reportage' zeigt den enormen Aufwand, der bei diesem Hochrisikospiel betrieben wird: Unzählige Polizeibeamte aus unterschiedlichen Bundesländern, Equipment, Fahrzeuge, Befehlsstelle und eine enge Zusammenarbeit mit der Bundespolizei – all das ist nötig, damit es zu keiner Eskalation kommt und das Spiel überhaupt stattfinden kann. Denn die Problem-Fans gehen immer professioneller und organisierter vor, um ihrem Unmut Luft zu machen und den gegnerischen Fanblock zu provozieren. Die Reportage begleitet den Einsatzleiter und einen Bereitschaftspolizisten an vorderster Front, der offen und unverblümt seine Meinung zur Aggressivität der Fan-Gruppen sagt. Zudem kommen die Anti-Konflikt-Teams der Bundespolizei, Anwohner und normale Fans und Fanclubs zu Wort.“