Gegen Ende des A-Jugend Pokalfinals zwischen Tennis Borussia Berlin und dem SC Staaken kam es am Donnerstag im Berliner Poststadion zu Auseinandersetzungen. Nun haben sich die aktiven Fans von Tennis Borussia Berlin zu den Vorfällen zu Wort gemeldet. Demnach hätten Staaken mehrfach Hitlergrüße gezeigt.
So seien die Staaken-Fans durch homophobe, antiziganistische und weitere diskriminierende Gesänge aufgefallen, die über die üblichen Beleidigungen beim Fußball hinaus gegangen sein sollen.
Die anwesenden TeBe-Fans sollen schon zu Beginn der 2. Halbzeit Vertreter des Berliner Fußballverbandes (BFV) angesprochen und auf die Fehltritte der Staaken-Fans hingewiesen haben. Doch der Ordnungsdienst soll trotzdem nicht in den entsprechenden Bereich beordert worden sein.
Gegen Ende des Spiels kam es dann zu einem Handgemenge auf der Tribüne, weshalb das A-Jugend-Spiel kurzzeitig unterbrochen wurde. „Nach bisherigem Kenntnisstand gab es wohl einige Beleidigungen aus dem Staakener Fanblock, die wohl Auslöser späterer Handgreiflichkeiten wurden. Tennis Borussia Berlin distanziert sich hiermit uneingeschränkt von sämtlichen verbalen und körperlichen Ausschreitungen beider Fanlager und kritisiert diese aufs Schärfste. Diese sind absolut inakzeptabel und haben mit Ehrgeiz im Fußball nichts zu tun. Der SC Staaken und TeBe arbeiten eng mit der Polizei zusammen, um die Vorfälle vollständig aufzuklären und zukünftige Ausschreitungen dieser Art zu unterbinden. Anhand von Videobeweisen durch die Polizei (teilweise in Zivil) sind die 'Täter' auf beiden Seiten identifiziert und Ermittlungsverfahren eingeleitet worden“, teilte Tennis Boussia Berlin zu den Vorfällen mit.
Die aktive Fanszene von Tennis Borussia Berlin erklärte hingegen, dass bei den Handgreiflichkeiten, die einen Polizeieinsatz auslösten, keine aktiven TeBe-Fans involviert waren und kritisieren auch die Darstellung des eigenen Vereins. (Faszination Fankurve, 16.05.2018)
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Im Poststadion in Berlin kam es am Donnerstag zu einem Handgemenge.
Bild: Andre Ahlert
Faszination Fankurve dokumentiert die Pressemitteilung der aktiven Tennis Borussia Berlin-Fans:
Rassistische Fangesänge und Hitlergrüße beim Jugendpokalfinale – „Tennis Borussia Aktive Fans“ kritisiert Untätigkeit des Berliner Fußballverbandes
Beim Berliner Jugendpokalfinale am vergangenen Donnerstag kam es zu einer Spielunterbrechung aufgrund eines Polizeieinsatzes auf der Tribüne. Die Abteilung „Tennis Borussia Aktive Fans“, die mit mehreren Mitgliedern vor Ort war, hält die während der vergangenen Tage erfolgte Darstellung dieser Ereignisse für unzureichend und kritisiert das passive Verhalten des Berliner Fußballverbandes (BFV):


