Am vergangenen Samstag kam es in Wolfsburg zu einem umstrittenen Polizeieinsatz gegen Fans des 1. FC Köln (Faszination Fankurve berichtete). Die Fanhilfe „Kölscher Klüngel“ hat nun zu den Vorfällen Stellung genommen und Kritik am Vorgehen der Polizei und des Ordnungsdienstes in Wolfsburg geäußert.
Die Kölner Fanhilfe betont, dass die Fans des 1. FC Köln in Wolfsburg, die in den Oberrang des dortigen Stadions wollten, mit Tickets für diesen Bereich ausgestattet waren. Demnach hat ein Ordner den Zugang zum Oberrang geschlossen und die Polizei verständigt, obwohl die Fans ihre Eintrittskarten vorgezeigt hätten.
Nach Einschätzung der Fanhilfe wäre ein Polizeieinsatz gar nicht erst notwendig gewesen, wenn der Ordnungsdienst seinen Job ordentlich gemacht hätte. Die hinzugerufene Polizei sei direkt mit Pfefferspray und Schlagstöcken gegen die wartenden Fans vorgegangen. Laut Angaben des Kölschen Klüngels setzten die Polizeibeamten dabei direkt Schlagstöcke, Pfefferspray und die eigenen Fäuste gegen die Gästefans ein.
Auch das Polizeiaufgebot mit Wasserwerfern und Pferden, das die Kölner Fans in Empfang nahm, wird vom Kölschen Klüngel kritisiert. (Faszination Fankurve, 18.05.2018)
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Im Gästeblock in Wolfsburg gab es am Samstag wegen des Polizeieinsatzes keinen organisierten Support.
Bild: Fanfotos.net
Faszination Fankurve dokumentiert die Stellungnahme des Kölschen Klüngel zu den Vorfällen in Wolfsburg:
Am vergangenen Samstag begaben sich mehrere Reisebusse mit FC-Fans auf die Reise zum Saisonabschluss nach Wolfsburg. Wie auch schon bei den Spielen zuvor, war die Stimmung relativ entspannt. So fuhren die Busse ohne Zwischenfälle Richtung Ziel.
Umso erstaunter waren die FC-Fans, als sie kurz vor den Stadtgrenzen einen Hubschrauber der Polizei über ihren Köpfen ausmachten. Mit einer polizeilichen Begleitung rechnete man natürlich. Die Dimension der Einsatzkräfte hätte man so allerdings nicht erwartet. Eine weitere Überraschung erlebten die Insassen mehrerer Busse, als sie von der Polizei umgeleitet und anschließend kontrolliert wurden. Warum FC-Fans kontrolliert werden, obwohl auf der Hinfahrt keinerlei Geschehnisse dokumentiert wurden, die derartige Maßnahmen rechtfertigen könnten, wird wohl ein Geheimnis der zuständigen Einsatzleitung der Wolfsburger Polizei bleiben.



