Wir berichteten in den vergangenen Tagen mehrfach über die Einstellung von Ermittlungen gegen Chemie Leipzig Ultras wegen Bildung einer kriminellen Vereinigung. Nun wurde bekannt, dass im Rahmen der Telekommunikationsüberwachung der 20 Leipziger Ultras auch Ultras von Eintracht Frankfurt mit abgehört wurden.
Die Diablos Leutzsch und Ultrà Youth von Chemie Leipzig pflegen seit Jahren eine enge Fanfreundschaft zu den Ultras Frankfurt. Im Zuge dessen kommunizieren Ultras beider Verein regelmäßig miteinander und tauschten sich aus, wie es unter Freunden üblich ist. Der Nordwestkurve-Rat aus Frankfurt machte nun öffentlich, dass nach Einstellung der Ermittlungen durch die Generalstaatsanwaltschaft Dresden auch Fans von Eintracht Frankfurt Post bekommen haben. Darin wurde den Eintracht-Fans erklärt, dass ihr Gespräche, Chats und SMS von und nach Leipzig überwacht wurden. Die Vorwürfe der Staatsanwaltschaft erwiesen sich letztlich als haltlos.
Das Beispiel aus Sachsen zeigt, wie schnell aktive Fußballfans in den Fokus der Sicherheitsbehörden geraten können und wie schnell davon auch mit ihnen befreundete Fans betroffen sein können. (Faszination Fankurve, 11.07.2018)
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Ultras von Eintracht Frankfurt und der BSG Chemie Leipzig pflegen seit Jahren eine enge Fanfreundschaft.
Bild: Eintracht-Online.net
Faszination Fankurve dokumentiert die Pressemitteilung des Nordwestkurve-Rats von Eintracht Frankfurt:
Hartes Erwachen
Stell dir vor, du hast einen guten Freund oder eine gute Freundin die viele Kilometer entfernt wohnt. Du siehst die Person nicht oft, bleibst aber immer im Kontakt. Ab und zu ein Telefonat oder von Zeit zu Zeit ein paar SMS. Man tauscht sich aus über die Erlebnisse des vergangenen Wochenendes, bespricht private und berufliche Dinge oder sucht einen Rat. Dummgebabbel gehört natürlich auch dazu. Eine normale Freundschaft eben.
Das Rechtshilfekollektiv Chemie Leipzig zum Thema.Die Diablos Leutzsch zum Thema.
Die BSG Chemie Leipzig zum Thema.


