Vor etwa mehr als einem Jahr haben sich in Deutschland zahlreiche Fanszenen zusammengeschlossen, um den Protest gegen den DFB und negative Entwicklungen im deutschen Profifußball zu bekämpfen. Dabei kam es erstmals auch wieder zu Gesprächen zwischen Ultras und dem DFB.
Doch der Fanszenen Deutschlands-Zusammenschluss, der in der 1. Runde des DFB-Pokals einen bundesweiten Aktionsspieltag durchführte und dabei mit Plakaten „DFB, DFL & Co. – Ihr werdet von uns hören!“ ankündigte, gab heute bekannt, dass der Dialog mit den Verbänden beendet wurde, die Proteste in der Saison 2018/2019 aber wieder intensiviert werden sollen.
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Dieser Spruch war in der ersten Pokalrunde in vielen Stadien zu lesen.
Bild: Braunschweig1895.de
Am Anfang der Gespräche zwischen DFB und Fanszenen war ein Entgegenkommen des Verbandes zu spüren, der bekannt gab, vorübergehend auf Kollektivstrafen zu verzichten. Blocksperren und Zuschauerteilausschlüsse wurden in den obersten drei Liga seitdem nicht mehr ausgesprochen. Beim Thema DFB-Sportgerichtsbarkeit verabschiedete der DFB zuletzt einen genauen Strafenkatalog (Faszination Fankurve berichtete). Von den deutschen Fanszenen wird dieser Katalog als „willkürliches Ersatzstrafrecht in einem Strafenkatalog“ bezeichnet. Von einem fanfreundlicherem Umgang mit Fanmaterialien sehen die Fanszenen trotz eines Pilotprojekts bisher auch nichts. Zudem kritisiert der Fanzusammenschluss die Einführung von Montagsspielen in der 3. Liga. Aus diesen Gründen wurde von Fanseite aus nun der Dialog aufgekündigt und ein noch engagierter Protest in den Stadien angekündigt. Der DFB wollte den Fandialog mit den Fanszenen Deutschlands eigentlich in der AG Fankulturen bündeln. (Faszination Fankurve, 21.08.2018)
Protestaktion der 1. FC Nürnberg-Fans am Wochenende in Kehl.
Bild: faszination-nordkurve.de
Faszination Fankurve dokumentiert die Stellungnahme der Fanszenen Deutschlands:


