Hertha BSC gab im Vorfeld des Bundesliga-Heimspiels am kommenden Samstag gegen Rasenballsport Leipzig bekannt, dass Heim- und Gästefans im Berliner Olympiastadion bis auf weiteres die Mitnahme von Bannern, Spruchbändern, Blockfahnen und Doppelhaltern verboten wird.
Bildergalerie zu diesem Beitrag
Banner, Spruchbänder, Doppelhalter und Blockfahnen sind im Berliner Olympiastadion nun komplett verboten.
Bild: Faszination Fankurve
Der Hauptstadtclub hat sich somit im Nachgang der Vorfälle am vergangenen Samstag in Dortmund dazu entschieden vieles von dem zu verbieten, was eine bunte und vielfältige Fankultur ausmacht. „Im Nachgang der Sicherheitsbesprechung am Donnerstag (01.11.18) zum anstehenden Heimspiel am Samstag (03.11.18) um 18:30 Uhr im Olympiastadion gegen RB Leipzig, möchte Hertha BSC mitteilen, dass wir folgende Maßnahmen umsetzen werden: Hertha BSC untersagt das Einbringen von Bannern, Spruchbändern, Blockfahnen und Doppelhaltern. Das gilt sowohl für die Heim- als auch für die Auswärtsfans. Zudem gilt dieses Verbot ab sofort und bis auf Weiteres. Hertha BSC möchte die Sicherheit aller Zuschauer bestmöglich gewährleisten. Es werden deshalb auch verschärfte Sicherheitsmaßnahmen insbesondere bei den Einlasskontrollen ergriffen. Ebenso wird die Anzahl des Sicherheitspersonals erhöht. Wir bitten daher alle Zuschauer um eine frühzeitige Anreise. für Heim- & Gästefans“, teilte Hertha BSC dazu auf der eigenen Webseite mit.
Die eigene Fahnen sowie das Zeigen von Spruchbändern und ein Tifo mit Blockfahnen und Doppelhaltern sind elementare Bestandteile der Ultràkultur, nicht nur in Deutschland. Sie gehören zu einer lebendigen Fankultur, für die die Bundesliga im Ausland häufig gelobt wird. Diese Fankultur sorgt mit für die gute Atmosphäre in den oftmals vollen Bundesliga-Stadion. Aktive Fans kämpfen seit Jahren dafür, dass Fanutensilien, wie Zaunfahnen, Doppelhalter und Spruchbänder grundsätzlich freigegeben werden. Der DFB, der schon 2014 ein entsprechendes Empfehlungsschreiben an die Vereine schickte und darin um generelle Freigabe dieser Materialien bat, startete zuletzt sogar ein Pilotprojekt zum Thema, weil vor allem Gästefans unter Restriktionen beim Thema Fanutensilien leiden. Nun zeigt Hertha BSC, dass auch für Heimfanszenen die Mitnahme von Materialien vom Willen des eigenen Vereins abhängt.
Die Pyroaktion von Hertha BSC-Ultras in Dortmund.
Bild: robertliedschulte


