Nachdem 1.338 Rapid Wien-Fans am vergangenen Sonntag das 328 Wiener Derby wegen eines umstrittenen Polizeieinsatzes verpassten, hat sich die Rechtshilfe Rapid nochmals ausführlich zu der Einkesselung, die bis zu sieben Stunden dauerte, zu Wort gemeldet. Am Ende des umstrittenen Einsatzes stand nur eine Anzeige und eine Festnahme.
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Während des Fanmarsches wurde viel Pyrotechnik gezündet.
Bild: TornadosRapid.at
Die Rechtshilfe Rapid ist nach wie vor der Meinung, dass der Polizeieinsatz von langer Hand geplant war und der Marsch der Rapid-Fans nie das Franz-Horr-Stadion erreichen sollte. Auch Rapid Wien kritisierte das Vorgehen der Polizei. „Ich habe als ehemaliger Offizier des Bundesheers großes Verständnis für rechtsstaatliche Prinzipien. Was ich am Sonntagabend erlebt habe, hätte ich aber im Rechtsstaat Österreich nicht für möglich gehalten. Hier war keinerlei Verhältnismäßigkeit gegeben, Menschen über Stunden bei Minusgraden einer solchen Situation auszusetzen, halte ich für skandalös. 1.338 Personen aufgrund Verfehlungen von Einzelnen auf diese Art zu behandeln und unter Generalverdacht zu stellen, muss hinterfragt und aufgearbeitet werden“, erklärte Rapid Wien-Präsident Michael Krammer und ergänzte: „Ich stimme dem Landespolizeipräsidenten absolut zu, dass Gewalt auch im Fußball nichts verloren hat. Daher sollten jene zur Verantwortung gezogen werden, die sich in diesem Zusammenhang strafbar machen, aber nicht über 1.300 Personen unter Generalverdacht gestellt und über Stunden unter menschenunwürdigen Umständen festgehalten werden.“ Krammer machte sich vor Ort selbst ein Bild und stattete den Rapid-Fans im Polizeikessel einen Besuch ab. (Faszination Fankurve, 18.12.2018)
An dieser Stelle wurden über 1.300 Rapid-Fans eingekesselt.
Bild: TornadosRapid.at
Faszination Fankurve dokumentiert die Stellungnahme der Rechtshilfe Rapid zum Derbykessel:
Die Einkesselung dauerte teilweise sieben Stunden.Bild: TornadosRapid.at



