Nachdem der KFC Uerdingen die Proteste der eigenen Fanszene beim Montagsspiel gegen Preußen Münster scharf kritisierte (Faszination Fankurve berichtete), haben sich nun die Ultras Krefeld und weitere Uerdinger Fangruppen mit einer Stellungnahme zu Wort gemeldet.
Kritisiert wird darin u.a., dass der Vorstand das „KFC-Fans gegen Montagsspiele“ entfernte. Die aktive KFC Uerdingen-Fanszene packte am Montag im Anschluss an den 15 Minuten langen Trillerpfeifen-Protest die eigenen Fahnen ein und organisierte den Support, anders als ursprünglich geplant, nicht. (Faszination Fankurve, 01.03.201)
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Die KFC-Fanszene packte die eigenen Materialien ein.
Bild: Klein-Muffi.de
Faszination Fankurve dokumentiert die Stellungnahme aus der aktiven Fanszene des KFC Uerdingen:
Bereits zum dritten Mal in der neuen Spielzeit finden wir uns an einem Montag im Stadion wieder. Seit ihrer Einführung finden bundesweit Proteste gegen Montagsspiele statt, welche neben englischen Wochen und Pokalspielen eine zusätzliche Belastung für den Stadionbesucher darstellen. Es handelt sich um einen Spieltag, der im Gegensatz zu den beiden Erstgenannten nicht wegen der Einhaltung terminlicher Gründe, sondern zu reinen Vermarktungszwecken existiert und genauso gut auch an einem Wochenende stattfinden könnte. Die Zuschauerzahlen an Montagen, im Vergleich zu Spielen am Wochenende, zeigen, dass viele Schlachtenbummler den Weg ins Stadion nicht finden, da ein Stadionbesuch unter der Woche nicht vereinbar mit ihrem Berufs- und Familienleben ist. Davon sind nicht nur wir als aktive Fans betroffen, die ihr Team bei jedem Spiel und jeder Gelegenheit unterstützen wollen, sondern alle KFC-Fans, die die Spiele einfach gerne im Stadion verfolgen möchten. Besonders bei Auswärtsspielen (bisher in Wiesbaden und Osnabrück) wird dies schwierig. Wir protestieren allerdings nicht nur auswärts für unsere Rechte, sondern auch daheim für die Rechte der Gästefans. Schließlich könnten wir am nächsten Spieltag wieder selbst davon betroffen sein, auswärts antreten zu müssen.
Über die Art des Protestes kann man sicherlich geteilter Meinung sein, so entschieden wir uns nach langen internen Diskussionen für die Art des „Pfeifkonzerts“. Dass dieser Protest für Aufsehen sorgt, war gewollt und hat so funktioniert wie wir uns das vorgestellt haben. Laut, kreativ und bisher nicht vereinsschädigend, so stellen die Trillerpfeifen doch keinen eigenen Punkt im Strafen-Katalog des DFB dar. Die bisherigen Proteste wurden immer angekündigt und vorab auf der UK-Homepage und der Facebookseite kommuniziert. Damit wollten wir nicht nur das Verständnis fördern, sondern auch ein Bewusstsein für die gesamte Problematik wecken.


