Beim Roten Stern Leipzig stand am Sonntag im Sportpark Dölitz das Heimspiel gegen den VfB Zwenkau an. Zu Gast waren dabei auch etwa 100 Tennis Borussia Berlin-Fans, die aktuell ihren eigenen Verein weitestgehend boykottieren und deswegen anderen Vereinen einen Besuch abstatten.
Nachdem der Konflikt zwischen aktiver Fanszene von Tennis Borussia Berlin und dem Vorstandsvorsitzenden und Hauptsponsor des Vereins, Jens Redlich, auf der absurden Mitgliederversammlung endgültig eskalierte (Faszination Fankurve berichtete), entschieden sich die TeBe-Fans der ersten Mannschaft ihres Vereins zumindest vorerst den Rücken zu kehren.
So besuchten TeBe-Fans schon den Blau-Weiß Friedrichshain, der seine Heimspiele auf dem Kunstrasenplatz auf dem Dach des Metro-Großmarktes in Berlin- Friedrichshain austrägt (Faszination Fankurve berichtete), den Namensvetter von Tennis-Borussia Rambach in Wiesbaden oder auch die Jugend und die Tischtennisabteilung von Tennis Borussia Berlin.
Unter dem Motto „Caravan of Love“ sollen auch in Zukunft weitere Vereine besucht werden, die der aktiven TeBe-Fans sympathisch sind. Am Sonntag machte dieser „Caravan of Love“ beim Roten Stern in Leipzig Station.
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Die Choreografie der Roter Stern Leipzig-Fans.
Bild: Sören Kohlhuber
Vor dem Siebtliga-Spiel gegen Zwenkau besuchten die RSL- und TeBe-Fans am Sonntag gemeinsam ein Konzert der Punkband „Biberstandboys“ und zogen anschließend in einem Fanmarsch, bei dem Rauch gezündet wurde, durch die Leipziger Stadtteile Connewitz und Dölitz zum Sportpark Dölitz. Auf dem Weg dorthin wurde noch der Frauenmannschaft des Roten Stern ein Kurzbesuch abgestattet.
Etwa 100 TeBe Berlin-Fans waren am Sonntag beim Roten Stern zu Gast.
Bild: Sören Kohlhuber
Im Sportpark Dölitz zeigten die Roter Stern-Fans eine Choreografie, bei der auf einer Blockfahne die Figuren aus der Ninja Turtles-Zeichentrickserie abgebildet waren. Statt ihrer Waffen hatten die Ninja Turtles jedoch ein Bier, eine Trommel oder eine Fahne in der Hand. „Roter Stern Leipzig Supporters“, war dazu vor der Blockfahne zu lesen. Anhand der Zaunfahnen war am Sonntag beim Heimspiel des Roten Stern deutlich zu sehen, dass man Fans von TeBe-Berlin zu Gast hatte. Trotz der optischen und akustischen Unterstützung von den Rängen unterlag der Rote Stern am Sonntag gegen Zwenkau mit 2:1.


