58 Fans von Dynamo Dresden haben im Zuge der Ermittlungen der Staatsanwaltschaft Karlsruhe Strafbefehle wegen der Vorfälle am 14. Mai 2017 in Karlsruhe bekommen. Neben hohen Geldstrafen sind darunter auch Bewährungsstrafen. Nach aktuellem Stand braucht das Solidaritätskomitee Dynamo 290.000 Euro, um alle Strafen zu bezahlen.
Das Solidaritätskomitee unterstützt die betroffenen Fans, denen allen keine Körperverletzung oder Sachbeschädigung zu Last gelegt wird, sondern die Organisation des Fanmarsches mit Militärkleidung.
Dynamo Dresden unterstützt die betroffenen Fans, unter denen sich auch der ehemalige Ultras Dynamo-Vorsänger Stefan „Lehmi“ Lehmann befindet, der damals den Fanmarsch anführte, aus dem letztlich die „Krieg dem DFB“-Bewegung entstand.
Die Geldstrafen für die einzelnen Dynamo-Fans belaufen sich auf 900 bis 10.000 Euro pro Person. Bewährungsstrafen wurden zwischen acht und zehn Monaten verhängt. Die betroffenen Fans haben die Strafbefehle überwiegend angenommen, da sich die vorläufige Kostenschätzung für ein weiteres Gerichtsverfahren auf etwa eine Millionen Euro beläuft.
Das Solidaritätskomitee Dynamo hat bisher 111.000 Euro eingesammelt, damit fehlen noch weitere 179.000 Euro, um auf die geschätzten Kosten von 290.000 Euro für Anwaltskosten, Strafbefehle, Bußgelder und Verfahrenskosten zu kommen. Hier kann weiter für die betroffenen Fans gespendet werden. „Wir setzen nun auf unseren letzten, verbliebenen Trumpf : Eure Solidarität mit uns. Und die ist nun mehr denn je gefragt“, hofft die Soko-Dynamo auf viele Spenden. (Faszination Fankurve, 05.10.2019)
Bildergalerie zu diesem Beitrag
Die Pyroaktion der Dynamo-Fans in Karlsruhe.
Bild: Supporters-Karlsruhe.de
Faszination Fankurve dokumentiert die Pressemitteilung von Dynamo Dresden zum Thema:
Strafbefehle nach Ermittlungen gegen Dynamo-Fans
SGD setzt Zusammenarbeit mit „Solidaritätskomitee Dynamo“ fort
Im Zuge der Ermittlungen der Staatsanwaltschaft Karlsruhe nach dem Fanmarsch am 14. Mai 2017 in Karlsruhe gegen nunmehr 58 Dynamo-Fans hat gegenwärtig rund die Hälfte der Betroffenen einen Strafbefehl erhalten.


