Seit 2003/2004 pflegen Ultras des FC St. Pauli freundschaftliche Kontakte zu Ultras von Sampdoria aus Genua. Sampdoria hat nun einen Kurzfilm veröffentlicht, in dem Ultras beider Vereine zu Wort kommen und über die Geschichte dieser Freundschaft erzählen. Wir zeigen den Film.
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Bei der Choreografie zu 15 Jahren Ultrà Sankt Pauli wurde auch die Freundschaft zu Sampdoria gewürdigt, in dem ein Planet in den Sampdoria-Farben bemalt wurde.
Bild: PGDU.de
Aus der Ultràszene des FC St. Pauli kommen Henning und Jan zu Wort, die in englischer und italienischer Sprache erklären, wie FC St. Pauli-Fans kurze Zeit nach Gründung von Ultrà Sankt Pauli erstmals nach Genua fuhren und sich von den Sampdoria-Ultras ließen. Erste Kontakte bei weiteren Besuchen entstanden demnach zu den 1961 gegründeten Fedelissimi Sampdoriani, später zu den Rude Boys und weiteren Sampdoria-Fans.
Die antirassistische Fußballweltmeisterschaft „Mondiali Antirazzisti“, bei der sich jährlich Fangruppen aus verschieden Ländern aus Europa trafen, hatte laut der Erklärung der FC St. Pauli-Ultras ebenfalls große Bedeutung für die Freundschaften und Kontakte von Ultrà Sankt Pauli nach Italien. So habe man dort Ultras von Sampdoria und Ternana Calcio kennengelernt, zu denen bis heute freundschaftliche Kontakte bestehen, aber auch zu antirassistischen Ultras von Atalanta aus Bergamo, zu denen es in der Vergangenheit Kontakte gab.
Während Ultrà nach der Jahrtausendwende in Deutschland noch in den Kinderschuhen stecke, wurden Fans des FC St. Pauli bei ihren Italien-Reisen von den dortigen Ultras inspiriert. Dadurch fanden immer mehr Stilmittel und Gepflogenheiten der italienischen Ultras nach und nach auch Einzug ins Millerntor.



