Nachdem die Polizei in Stuttgart am 24. November 2019 knapp 600 Karlsruher SC-Fans mit Platzverweisen belegte, weshalb die KSC-Anhänger das Baden-Württemberg-Derby im Neckarstadion verpassten, verlangten Ultras vom VfB Stuttgart am vergangenen Sonntag Aufklärung der Stuttgarter Polizeiarbeit.
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Spruchband des Schwabensturms in Sandhausen.
Bild: timo0711.blogspot.de
„Verein, Stadt, Land: Aufklärung der Polizeiarbeit in Stuttgart jetzt!“, stand auf einem Spruchband geschrieben, das die Stuttgarter Ultragruppe Schwabensturm beim Auswärtsspiel des VfB Stuttgart am Sonntag beim SV Sandhausen hochhielt. Die Aktion verdeutlichte nochmal, dass trotz aller Rivalitäten zwischen den Ultras aus Schwaben und Baden die Polizeiaktion gegen die KSC-Fans auch von den VfB-Fans verurteilt wird.
Die Ultragruppen vom VfB Stuttgart verteilten sich in Sandhausen auf zwei Tribünen.
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Die Polizei Stuttgart fiel in den Augen aktiver Fußballfans mit dem Einsatz gegen die KSC-Fans nicht zum ersten Mal negativ auf. Alleine in der letzten Woche beklagten sich Fans von Bayer 04 Leverkusen und vom SC Freiburg über die Stuttgarter Polizei. So wurden 20 Bayer 04-Fans letzte Woche von der Bundespolizei am Flughafen Köln/Bonn auf dem Weg nach Moskau gestoppt. „Entschieden wurde dies laut Aussage der Beamten vom Polizeipräsidium Stuttgart“, lautete die Kritik der Fanhilfe Leverkusen in Richtung der baden-württembergischer Landeshauptstadt (Faszination Fankurve berichtete).
Faszination Fankurve berichtete).
Die Fanhilfe Karlsruhe organisierte gestern wegen des umstrittenen Polizeieinsatzes in Stuttgart eine Informationsveranstaltung im KSC-Fanzelt am Wildparkstadion, an der etwa 450 Personen teilnahmen. Die hohe Anzahl an Teilnehmern und Teilnehmerinnen zeigt, wie groß weiterhin das Interesse bei den betroffenen KSC-Fans ist, die um den Besuch des Derbys gebracht wurden. (Faszination Fankurve, 03.12.2019)


