Zwickau trug in der DDR den Spitznamen „Ruß-Zwigge“, weil die westsächsische Stadt vom Steinkohlebergau, Kraftwerken und Kokereien geprägt war, die Zwickau regelmäßig mit einer Schmutzschicht verdreckten. Die Ultras vom FSV Zwickau erinnerten am Sonntag mit einer Choreografie an diese Zeit.
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Die Choreografie der FSV Zwickau-Fans.
Bild: Claude Rapp / CR-Fotos.de
Zuerst hielten die FSV-Fans im Norden des Zwickauer Stadions schwarze Zettel hoch, bevor das „Ruß-Zwigge“-Motiv mit zahlreichen Schornsteinen ausgebreitet wurde. Zu sehen war dabei u.a. die Kokerei August Bebel, deren Ruß-Abstoß die Stadt Zwickau regelmäßig überzog.
Mit Rauch wurden die Schornsteine zum Qualmen gebracht.
Bild: Claude Rapp / CR-Fotos.de
Zudem fuhr noch ein Zug durch den E5 und Plattenbauten waren bei der Choreografie von Red Kaos ebenso abgebildet, wie ein Trabant, der in Zwickau produziert wurde. Hinter den verschiedenen Schornsteinen zündeten die FSV Zwickau-Fans Rauch, so dass diese zum Qualmen gebracht wurden. Mit roten Bengalischen Fackeln wurde zudem der „Ruß-Zwigge“-Schriftzug aus transparenter Folie zum Leuchten gebracht. 6.685 Zuschauer, darunter 1.254 Fans vom TSV 1860 München, sahen anschließend ein Drittligaspiel, das 2:2 endete. (Faszination Fankurve, 04.02.2020)


