Beim DFB-Pokal-Viertelfinale zwischen dem FC Schalke 04 und dem FC Bayern München zeigten die Ultras Gelsenkirchen am Dienstag zwei Spruchbänder zur aktuellen Debatte über Kollektivstrafen, den DFB und Dietmar Hopp und verzichteten dabei auf Beleidigungen (Faszination Fankurve berichtete).
Begleitend dazu haben die Ultras Gelsenkirchen ihre Meinung zur aktuellen Debatte auf der eigenen Webseite veröffentlicht. Dort heißt es: „Betrachtet man die öffentliche Wahrnehmung, so werden Äußerungen mit beleidigendem Inhalt mit rechten Terrorakten in Verbindung gebracht oder sogar gleichgesetzt. Es mutet als legitim an, dass in diesem Land Kritik an einer Beleidigung geübt werden darf, wenn anschließend im gleichen Atemzug die Verursacher beleidigt werden dürfen. Letzteres ist unsachlich und ersteres einfach nur perfide. In jedem Fall aber ist die öffentliche Gesamtdiskussion untragbar.“
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Das erste Spruchband der Ultras Gelsenkirchen am Dienstag.
Bild: Susanne Blondundblau auf Schalke
Zum eigenen „Dementer Fußball Bund: Eure Zusage gegen Kollektivstrafen vergessen, versucht ihr nun uns Fans mit Spielabbrüchen zu erpressen!“-Spruchband erklärte die größte Ultragruppe des FC Schalke 04, dass dies eine Reaktion auf den „Wortbruch“ des DFB gewesen sei, der den BVB zuletzt wieder mit einer Kollektivstrafe belegte.
Der Vorstand des FC Schalke 04 hatte im Vorfeld des Heimspiels gegen den FC Bayern erklärt, dass die Schalke-Spieler den Platz sofort verlassen würden, falls in der Arena auf Schalke beleidigende Plakate gezeigt würden (Faszination Fankurve berichtete). Der DFB-Präsident Fritz Keller erwiderte darauf „Die Entscheidung zu einer Spielunterbrechung oder eines Spielabbruchs liegt beim Schiedsrichter. Würde eine Mannschaft also ohne Absprache mit dem Schiedsrichter das Spielfeld verlassen, riskiert sie, dass die Partie unter Umständen gegen sie gewertet wird.“
Das Plakat der Ultras Gelsenkirchen in Richtung des Vereinsvorstandes von Schalke 04.
Bild: Susanne Blondundblau auf Schalke


