Unter dem Motto „Fans sind fußballrelevant“ wollen Fans den Halleschen FC am kommenden Mittwoch im Rahmen des Geister-Heimspiels gegen Eintracht Braunschweig im Umfeld des Kurt-Wabbel-Stadions demonstrieren. Ein entsprechender Aufruf wurde von den Saalefront Ultras und der HFC-Fankurve geteilt.
Die HFC-Fans wollen den Re-Start der 3. Liga mit elf Spielen in fünf Wochen unter Ausschluss der Öffentlichkeit nicht einfach ohne Proteste hinnehmen. Der Protest gegen den DFB soll auch auf die Straße getragen werden, weshalb die HFC-Fanszene sich am Mittwoch ab 18:30 Uhr am Marathontor des Kurt-Wabbel-Stadions versammeln will.
Der Mindestabstand von 1,50 Meter soll bei der Demonstration, mit der die Fußballfunktionäre daran erinnert werden sollen, dass es die Fans noch gibt, eingehalten werden. Außerdem sollen alle HFC-Fans mit einem Mund-und Nasenschutz erscheinen.
Vor Ort wird eine Anwesenheitsliste geführt, in der alle Teilnehmer und Teilnehmerinnen eingetragen werden müssen. Diese Listen dienen als Nachverfolgung für das Gesundheitsamt, falls es zu Corona-Fällen unter den Demonstrierenden kommt und gehen nicht an die Polizei. Außerdem stellt die HFC-Fankurve klar, dass es bei der Demonstration um Fußball-Themen gehe und Verschwörungstheorien dort nichts zu suchen haben. (Faszination Fankurve, 31.05.2020)
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Die HFC-Fans wollen sich am Mittwoch eine halbe Stunde vorm Anpfiff am Marathontor versammeln.
Bild: stadionfotos.at
Faszination Fankurve dokumentiert den Demonstrationsaufruf der HFC-Fankurve, der u.a. auf Saalefront.de veröffentlicht wurde:
FANS SIND FUSSBALLRELEVANT!
Der DFB hat in der Volkskammerabstimmung entschieden, dass die 3. Liga mit Geisterspielen zu Ende geführt werden soll. 11 Spiele in 5 Wochen! Unser Verein wird dazu gezwungen sich finanziell an den Rand des Abgrunds zu bewegen, während wir Fans ausgeschlossen werden!
Selbst das Fanradio wird ausgeschlossen um den kommerziellen Medien die alleinigen Übertragungsrechte zu sichern. Der DFB zeigt sein wahres Gesicht, anstatt im Angesicht der Coronakrise den Ist-Zustand des deutschen Profifußballs auf den Prüfstand zu stellen dreht der Verband das Rad der Kommerzialisierung entgegen aller Verlautbarungen wieder ein gehöriges Stück weiter.


