In der 24. Ausgabe des Faszination Fankurve-Podcasts blicken wir heute auf unsere Berichterstattung im August 2007 zurück, als der 30. Geburtstag der Boys Parma, Sachbeschädigungen am Fanhaus des HSV, die Abneigungen der SV Sandhausen gegen das Wort „Ultras“ unsere Themen waren.
Die „Boys Parma“ feierten ihren 30. Geburtstag. Die offizielle Feier zog die Gruppe auf Juni vor, um die Teilnehmerzahl nicht durch die Hauptferienzeit zu beeinträchtigen. Die Ultras starteten die Initiative „Hände weg vom Tardini“, die sich gegen eine vom Verein gedachte Modernisierung des Stadion richtete. Sie warnten auch vor einem Publikumsaustausch und höheren Eintrittspreisen. Außerdem wurde die Dauerkartenkampagne des Vereins und die Sicherheitspolitik in italienischen Stadien kritisiert. In Rom war man mit dem neuen Spielplan unzufrieden. Beide Römer Derbys waren für mittwochs angesetzt und so musste man davon ausgehen, dass viele Tifosi die Spiele nicht besuchten könnten. Der 1. Spieltag der Serie A in Italien ließ erahnen, dass für die Tifosi wohl keine positive Wende zu erhoffen war. Unangemeldete Fahnen und andere Fanutensilien blieben verboten und bei brisanten Partien hatten Gästefans keinen Zutritt.
Die Oberliga Südwest sollte ein neues Sicherheitskonzept bekommen. Experten schätzten die Zahl gewaltbereiter Fans in der Liga auf 600. Jeder Verein musste einen Sicherheitsbeauftragten benennen und es sollte einheitliche Stadionordnungen geben.
In England wurde weiter an der Preisspirale gedreht. Im Gegensatz zum Vorjahr 2006 hatten sich die Kosten für den Besuch eines Fußballspiels um 17,8% erhöht. Im schottischen Glasgow wurden vermehrt Sachen demoliert, die die Farbe Grün trugen. Mehr als 200 grüne Ampelleuchten wurden demoliert und ein Fast Food Konzern überlegte schon das Logo zu ändern. Die Polizei war sich sicher, dass die Taten auf das Konto von Rangers-Fans gingen.
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Beim SV Sandhausen hatte man im Jahr 2007 wenig Lust auf das Wort Ultras.
Bild: Fabian Schlomm
Der SV Sandhausen erklärte auf der eigenen Internetseite, dass man den Namen „Ultras“ nicht wolle, weil dieser negativ belegt sei. Der Verein bat darum, ein bestehendes Banner zu ersetzen. Beim Fantreffen sollte über einen neuen Namen diskutiert werden. Der Verein nannte auch direkt ein paar Vorschläge: Pinguine, Hopfezopfer oder Hardtwaldwahn.
Sollte es bei Spielen des BFC Dynamo auch weiterhin zu Ausschreitungen kommen, wollte die Berliner Polizei notfalls Spiele absagen lassen. Dies sah man als letzte Möglichkeit. Bei Spielen mit BFC Beteiligung wurden teilweise so viele Polizisten eingesetzt, wie bei einem Bundesligaspiel von Hertha BSC.
„There´s only one team at Wembley“ und „Football´s coming home” sangen die Deutschen Fans während des Spiels England-Deutschland im neuen Wembley, um die heimischen 86.133 Fans zu verhöhnen. Die Rostocker Fanszene plante die Gründung des Vereins „Fanszene Rostock e.V.“ Damit wollte man unter anderem dem Verein zeigen, dass dieser es mit einer seriösen Gemeinschaft zu tun hat.
Hört doch mal rein! (Faszination Fankurve, 05.06.2020)


