Im Frankfurter Waldstadion kam es am Donnerstagabend zum Aufeinandertreffen zwischen Eintracht Frankfurt und dem FC Antwerpen. Die Gästefans fielen dabei mit einer großen Pyroshow auf, während die Frankfurter Ultras dem Stadion weiterhin fernblieben. Vorm Stadion kam es nach Auseinandersetzungen zu Identitätsfeststellungen bei etwa 150 Eintracht-Fans.
Laut Angaben der Frankfurter Polizei sollen in der zweiten Halbzeit etwa 80 Eintracht-Fans versucht haben ins Waldstadion zu gelangen, weshalb die Polizei gegen diese SGE-Fans vorging. Daraufhin soll es zu Solidarisierungseffekten gekommen sein. Eintracht-Fans, die sich am Parkplatz Gleisdreieck versammelt hatten, einem Treffpunkt der aktiven Fanszene, sollen sich anschließend Auseinandersetzungen mit der Polizei geliefert haben. Die Polizei wirft den SGE-Fans das Werfen von Steinen und anderen Gegenständen vor. Die eingesetzten Polizisten und Polizistinnen kesselten daraufhin 150 Heimfans ein und nahmen deren Personalien auf.
Die Gästefans aus Belgien hatten sich im Vorfeld des Europa League-Auswärtsspiels am Weihnachtsmarkt an der Hauptwache in Frankfurt versammelt. Von dort zogen die Antwerpen-Fans zum Frankfurter Hauptbahnhof, von wo aus es mit der Bahn zum Waldstadion ging. Auf dem Weg zum Bahnhof sollen Antwerpen-Fans Steine auf die bei SGE-Fans beliebte Kneipe Moseleck geworfen haben. Im Hinspiel kam es Stunden vor Anpfiff zu einem Angriff von SGE-Fans auf eine Kneipe der FC Antwerpen-Fans (Faszination Fankurve berichtete). Die Attacke auf das Moseleck könnte als Racheakt verstanden werden. Die Polizei beklagte, dass in der Gruppe der Gästefans vor dem Spiel mehrfach Pyrotechnik gezündet wurde und auch eine Stange auf den Helm eines Polizisten geworfen worden sei.



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