Um die Bevölkerung der Ukraine in der aktuellen Situation schnell zu unterstützen wurden auch innerhalb des Fußballs erste Spendenaktionen ins Leben gerufen. Die Ultras von der Blue Generation sammeln Sachspenden bei 1. FC Magdeburg-Fans ein, das Fanprojekt Dresden hat eine Aktion für Dynamo-Fans ins Leben gerufen.
„Als vor wenigen Wochen in den Abendstunden des 16. Januars in ganz Magdeburg die Kirchenglocken läuteten, wurden die Bürger der Stadt einmal mehr an die Bombardierung Magdeburgs im 2. Weltkrieg erinnert. Wie glücklich können wir uns nur schätzen, diese Zeiten und diese Ereignisse nicht hautnah miterlebt haben zu müssen? Dass Krieg und Flucht mitten in Europa aber kein Thema von gestern mehr sind, müssen aktuell die Menschen in der Ukraine, unter anderem auch in unserer Partnerstadt Saporoshje, schmerzlich erfahren. Gleichwohl es sich schrecklich und hilflos anfühlt den Bildern und Berichten aus der Ukraine zu folgen, so können wir wenigstens versuchen im Rahmen unserer Möglichkeiten humanitäre Hilfe zu leisten. Wir wissen, dass die Strukturen unserer Fanszene mit tausenden Fans und dutzenden Fanclubs ein riesiges Potential bieten, sodass wenn jeder einen kleinen Teil zum Gelingen beiträgt, wir gemeinsam auch etwas Großes bewirken können. Darum, liebe Clubfans und Fanclubs, rufen wir Euch auf: Beteiligt Euch an unserem Spendenaufruf und unterstützt die Menschen in der Ukraine. Lasst uns gemeinsam einmal mehr zeigen, was die Fanszene des 1. FC Magdeburg zu leisten im Stande ist“, heißt es dazu im Spendenaufruf der FCM-Ultras.
Die Blue Generation nimmt folgende Sachspenden am Fanprojekt Magdeburg entgegen: Bekleidung für Männer, Frauen und Kinder (bitte vorab sortieren), Decken & Handtücher, Hygieneprodukte aller Art, Lebensmittelkonserven, Verbandsmaterialien und Desinfektionsmittel (z.B. Verbandskästen), Schmerzmedikamente und Umzugskartons (um alles zu verpacken).
Das Fanprojekt Dresden hat ebenfalls einen Spendenaufruf veröffentlicht, der sich an Dynamo Dresden-Fans richtet und in der dortigen Fanszene auch verbreitet wird. „Von Dresden ins ukrainische Lviv fährt man gerade einmal 850 km. Wenn Hansa Rostock auswärts in Freiburg spielen würde, müssten dafür mehr Kilometer gefahren werden. Der Krieg in der Ukraine, der nicht erst vor wenigen Tagen begann, beschäftigt und betrifft sehr viele Menschen. Nicht zuletzt deshalb, weil er uns so nah ist.Viele fußballaffine Menschen aus der Region suchen nach Möglichkeiten, Hilfe zu leisten und zu unterstützen. In den vergangenen Tagen waren bereits Personen im polnisch-ukrainischen Grenzgebiet und unterstützten die ankommenden Menschen aus der Ukraine. Die aufgebauten Kontakte helfen diesen Engagierten dabei, jetzt eine schnelle Sachspendenaktion zu starten mit den Gütern, die ganz dringend benötigt werden!“, so der Aufruf des Fanprojekts Dresden. In Dresden werden Isomatten, Warme und regenfeste Klamotten, Schlafsäcke & Decken, Tampons & Binden, Verbandsmaterial, Medikamente aller Art, Helme, Ponchos, schusssichere Westen, neuwertige Stiefel, sonstige Ausstattung gesammelt. (Faszination Fankurve, 28.02.2022)
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