Obwohl das Millerntor-Stadion beim heutigen Zweitliga-Heimspiel des FC St. Pauli gegen den Karlsruher SC zu 75 Prozent mit 22.159 Fans ausgelastet werden darf, wird Ultrà Sankt Pauli nicht in der Südkurve auftreten. In einer Stellungnahme erklärte die Ultragruppe diese Entscheidung.
„Auch zum kommenden Heimspiel gegen den Karlsruher SC werden wir nicht als Gruppe im Stadion auftreten, nicht unsere Zaunfahnen in der Südkurve aufhängen und den Support in der Kurve organisieren. Das ist bedauerlich und wir können es nicht abwarten, unsere Art der Fankultur endlich wieder zurück ins Stadion zu bringen und unseren Teil mit euch allen gemeinsam beizutragen. Trotz zunehmender Lockerungen der Hygienevorschriften und Erhöhung der Stadionkapazität, ist ein Stadionerlebnis mit allen fankulturellen Aspekten, wie wir sie uns für die Südkurve vorstellen und für die wir stehen, nicht möglich. Allem voran die weiterhin bestehende Maskenpflicht macht organisierten Support, der so elementarer Teil der Südkurve und des Kurvenerlebnisses ist, nicht in einer angemessenen Art möglich. Damit wollen wir keine Kritik an bestehenden Maßnahmen oder handelnden Akteuren üben, denn uns ist bewusst, dass wir uns in einer Übergangsphase befinden, in der es in vielen Fragen kein Richtig oder Falsch gibt“, heißt es dazu in der Stellungnahme von Ultrà Sankt Pauli.
In dem Statement erklärte die Gruppe auch, dass man jedoch schnell wieder zurück ins Stadion kehren wolle: „Nach wie vor ist es für uns ein großes Anliegen als Gruppe ins Stadion zurückzukehren und wir sind mit diversen Akteuren dazu im Austausch, um Lösungen zu finden. Gerade in einer so entscheidenden Phase der Saison, in der die Mannschaft sichtlich Unterstützung braucht und es unter anderem um den Aufstieg geht, ist klar, dass wir hinter der Mannschaft stehen. Wir haben seit Beginn der Pandemie und vor allem während der aktuellen Saison immer wieder Dinge außerhalb des Stadions getan, um eine andere Art der Unterstützung und Motivation zu leisten. Wir behalten Veränderungen der Rahmenbedingungen weiter im Blick, bleiben im Austausch mit den Verantwortlichen und bewerten diese immer wieder aufs Neue. So viele Menschen aus allen Zusammenhängen, auch von uns, werden als Einzelpersonen ins Stadion gehen und während des Spiels die Mannschaft der Situation entsprechend unterstützen. Die Tage werden kommen, in denen auch alles andere wieder geht und in denen wieder auf allen Tribünen das ihnen eigene Leben tobt – und das hoffentlich sehr bald!“, so die Stellungnahme der Gruppe weiter.
Am heutigen Samstag führt Ultrà Sankt Pauli trotzdem eine Geldspendensammlung für antifaschistische Selbstorganisation und Hilfsprojekte in der Ukraine durch. SUH+ sammelt an den Fanräumen zudem Sachspenden. Einen Überblick über alle Ukraine-Spendenaktionen findet ihr hier. (Faszination Fankurve, 05.03.2022)
— Ultrà Sankt Pauli (@UltraFCSP2002) March 3, 2022
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