Die Ultras Mannheim hatten für das gestrige Auswärtsspiel in Saarbrücken eigentlich für eine gemeinsame Zugfahrt der Waldhof-Fans geworben. Wegen des erneuten Wintereinbruchs im Südwesten kam der Zugverkehr zwischen Mannheim und Saarbrücken jedoch zum Erliegen, weshalb die Waldhof-Fanszene umplanen musste.
Spontan stiegen die Waldhof-Fans von der Schiene auf die Straße um, damit der Waldhof in Saarbrücken trotzdem lautstark von den eigenen Fans unterstützt wird. Wegen des Wintereinbruchs wurde das Drittliga-Duell zwischen Saarbrücken und Mannheim letztlich mit einer halben Stunde Verspätung angepfiffen. FCS-Fans hatten schon am Morgen dabei geholfen, das Spielfeld im Ludwigspark vom Schnee zu befreien.
Die Fanszene des 1. FC Saarbrücken zog im Vorfeld des Spiels in einem Marsch zum Ludwigspark. Dort wurde das Drittligaspiel in der Virage Est mit einem „MACHT WAS VERRÜCKTES“-Chaos-Intro eingeleitet. Dabei wurden Blockfahnen, Fahnen, Konfetti, Luftschlangen und Rauch eingesetzt.
Die mitgereisten Waldhof-Fans zündeten im Gästeblock blauen und schwarzen Rauch. Laut Zaunbeflaggung hatten die Ultras Mannheim befreundete Ultras aus Worm und Frankfurt zu Gast. 14.016 Fans im Ludwigsparkstadion sahen am Samstagmittag eine torlose Drittligapartie.
In der Gegend des Ostbahnhofs von Saarbrücken hatte viele Gästefans ihre Fahrzeuge abgestellt. Bei einem Auto von Waldhof-Fans sollen dabei die Reifen zerstochen worden sein. Nach Abpfiff ging die Polizei in der Nähe des Ostbahnhofs mit Gewalt gegen eine Gruppe von etwa 100 FCS-Fans vor. Die Polizei ging davon aus, dass die Saarbrücken-Fans die Gästeanhänger aus Mannheim angreifen wollten. Gegen 20 FCS-Fans leitete die Polizei wegen der Vorfälle Ermittlungen wegen Landfriedensbruch ein. (Faszination Fankurve, 10.04.2022)
https://youtu.be/VrbIkwifJpU



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