Harlekins Berlin mit Stellungnahme zur aktuellen Situation

Faszination Fankurve 11.04.2022 0 Kommentare

Foto: Faszination Fankurve

Die Harlekins Berlin haben eine Stellungnahme zur aktuellen Situation veröffentlicht. Die Hertha-Ultras gehen darin auf die sportliche Talfahrt ebenso ein, wie auf den Machtkampf zwischen Präsident Gegenbauer und Investor Windhorst.

„Und auch in dieser Saison steht unsere Hertha zum dritten Mal in Folge unten drin. Nach der 1:2-Niederlage in der letzten Woche in Leverkusen sind wir wieder auf einen direkten Abstiegsplatz abgerutscht. Sportlich ging es also alles andere als voran in den letzten Jahren und auch darüber hinaus gibt es so einiges an Unruhe um unsere Hertha. Unser Verein macht sich öffentlich zum Gespött. Hertha BSC nimmt inzwischen bei der Kommerzialisierung unseres Sports eine tragende Rolle ein. Die sportliche Situation führt zu einer ungebremsten Fortführung des Trainerverschleißes und auch in der Führungsebene herrscht ständig Fluktuation. Hertha BSC ist leider das absolute Gegenteil von Konstanz und Ruhe. Erschwerend kommen die immer aggressiveren Töne des Investors hinzu, dessen Machtabsichten immer offener zutage treten. Der Einstieg von Lars Windhorst im Sommer 2019 stellte für uns eine Hiobsbotschaft dar. Er investierte bis heute insgesamt knapp 375 Millionen Euro in unsere Alte Dame und sicherte sich somit ein stattliches Stück der Anteile an der Hertha BSC GmbH & Co. KgaA, also der ausgegliederten Profifußball-Abteilung. Wie wir es von der Berliner Presselandschaft gewohnt sind, wurde schnell von einem Angriff aufs internationale Geschäft fabuliert. Dieser Quatsch wurde von Lars Windhorst auch kräftig mit befeuert, obwohl die Realität spätestens in der Winterpause 19/20 ganz klar Abstiegskampf bedeutete. Dass Hertha trotz dieses Investments aufgrund von sowohl Fehlinvestitionen als auch Altlasten nach wie vor in einer ganz anderen finanziellen Liga spielte als wirklich große Klubs, wurde gekonnt ausgeklammert“, blicken die Harlekins auf die aktuelle sportliche Situation und bewerten den Einstieg von Investor Windhorst negativ.

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Die Hertha-Ultras sehen die Einflussnahme von Investor Windhorst kritisch: „Dies soll aber keinesfalls davon ablenken, dass die Hauptschuld für die Entwicklung bei den Verantwortlichen von Hertha BSC sowie in der Entscheidung der Partnerschaft mit einem unseriösen Investor zu suchen ist. Trotz der investierten Summe hat Hertha BSC es vollbracht, durch mangelnde finanzielle Disziplin, Größenwahn und eine katastrophale Kaderplanung so angeschlagen zu sein, dass der Verein staatliche Corona-Hilfen in Höhe von 7 Millionen Euro bewilligt bekam. Eine Bittstellerposition die auf vergangenen Mitgliedersammlungen noch zurückgewiesen wurde. Diese finanzielle Notsituation wird vom Investor nun schamlos ausgenutzt, um vereinspolitisch Druck auszuüben. Dass Lars Windhorst sich nicht aus den sportlichen Belangen heraushält, war spätestens nach dem Intermezzo mit Jürgen Klinsmann klar. Dazu ist er seit Beginn seines Investments ständig medial präsent und setzt Ziele wie das Erreichen der Champions League, während die Profifußballer von Hertha BSC gegen den Abstieg kämpfen. Lars Windhorst hat von Anfang an kein Geheimnis daraus gemacht, dass es ihm um Macht in unserem Verein geht. Öffentlichkeitswirksam hat er sich nun mit dem Präsidenten Werner Gegenbauer überworfen und bekanntgegeben, dass er von der Mitgliederversammlung des Hertha BSC e.V. dessen Abwahl einfordert. Wenn ein Handlanger von Lars Windhorst neuer Präsident wird, dann ist er bereit, weitere Millionen in Hertha BSC zu investieren. Und dann kommt auch der große Erfolg – ganz sicher“, so das Statement der Harlekins weiter.

Doch auch Präsident Gegenbauer wird von den Harlekins Berlin im Vorfeld der Mitgliederversammlung im Mai 2022 kritisiert. „Werner Gegenbauer wiederum ist seit einer gefühlten Ewigkeit Präsident des e.V.. Er hat es in all den Jahren nicht vollbracht, dass Hertha BSC in Berlin in irgendeiner Form positiv wahrgenommen wird. Es ist ihm als oberstem Vertreter unserer Hertha in mehreren Jahren nicht gelungen, eine Lösung für die Standortfrage bezüglich des Neubaus eines Herthastadions zu erreichen. Das Tischtuch zwischen Hertha BSC und der Berliner Landespolitik, von der Hertha BSC für den Bau auf einer öffentlichen Fläche dummerweise abhängig ist, war stattdessen nach der einseitigen und unabgesprochenen Veröffentlichung des Vorhabens von Hertha BSC, bis zum 25. Juli 2025 ein eigenes Stadion im Olympiapark zu bauen, komplett zerschnitten“, lautet das schlechte Zeugnis, das die Harlekins dem Präsidenten des e.V..

„Nun steht im Mai die nächste Mitgliederversammlung an. Ein Weiter so kann es bei Hertha BSC unseres Erachtens nach nicht geben. Deshalb ist für uns als Harlekins Berlin ’98 klar, dass es einen umfassenden Erneuerungsprozess im Verein geben muss – angefangen an der Spitze. Gleichzeitig lassen wir uns nicht von einem Investor vor den Karren spannen, der als letztes die Interessen unserer Hertha, sondern lediglich die möglichst hoher wirtschaftlicher Kennzahlen, sowie andere persönliche Interessen wie Imagepflege verfolgt. Für einen sinnvollen Kurswechsel bei Hertha BSC sind daher zwei Forderungen essentiell: Windhorst und Gegenbauer raus! Nur so kann der Grundstein für eine Entwicklung im Verein gelegt werden, die am Ende dazu führt, dass wir uns alle wieder mit unserer Hertha identifizieren können“, so die Forderung der Harlekins. (Faszination Fankurve, 11.04.2022)
 

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