Bei der Choreografie der Rasenballsport Leipzig-Anhänger im DFB-Pokalfinale ging viel schief. Beim Einlaufen der Mannschaften waren Teile der Aktion bereits wieder verschwunden. Fans anderer Vereine machten sich über die Aktion lustig, aber auch in der Anhängerschaft von RB Leipzig wurde im Nachgang des Finals Kritik laut.
„Etwa 6.000 Zettel hingen im gesamten Bereich des Marathontors, der Ablauf wurde online beschrieben und unsere Gruppenmitglieder liefen durch die Reihen und erklärten, was zu tun ist. Dass es dennoch nicht möglich ist, die Fahnen und Doppelhalter flächendeckend auf Kommando hochzuhalten sowie die Banner im Oberrang nur für ein paar Minuten nicht loszulassen, ist für uns unbegreiflich. Eine Aktion, die für alle Leipziger Fans und als Motivation für unsere Jungs auf dem Rasen gedacht war, schaffte es nicht bis zum Einlaufen der Mannschaften, weil einige Fans ‚nichts sehen konnten‘, lieber filmen oder sich einfach zu Schade sind, für die Leipziger Fangemeinschaft etwas zu leisten. 10.000 € und hunderte Stunden Arbeit lösten sich vor unseren Augen in Luft auf. Hört bitte auf, auf andere Kurven zu zeigen. Wie laut sie sind und wie schön ihre Choreografien. Das funktioniert nur als Kollektiv und dazu muss sich jeder Einzelne überlegen, was er oder sie für unsere Leipziger Fankultur beizutragen bereit ist“, machten die RB Leipzig-Anhänger, die die Choreografie vorbereitet hatten, ihrem Ärger Luft.
Die Zone 147 Leipzig bedankte sich zwar bei der RB Leipzig-Anhängerschaft für die Geldspenden zur Finanzierung der Choreografie, bemängelt aber, dass die Aktion nicht länger als zwei Minuten stand. 10.000 Euro soll die Aktion mit roten und weißen Foliendoppelhaltern, „Rasenballsport Leipzig“-Spruchband und rot-weißen Fahnen laut Angaben der Gruppe insgesamt gekostet haben. (Faszination Fankurve, 28.05.2022)
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