Eintracht Braunschweig hat gemeinsam mit der Fanszene die verschiedenen Vorfälle beim Heimspiel gegen Viktoria Köln aufgearbeitet. Bei dem Spiel geriet die „BTSV EINTRACHT VON 1895 E.V.“-Zaunfahne in Brand, was ebenfalls mit der Fanszene besprochen wurde.
Die Aufarbeitung der Vorfälle fand von Eintracht Braunschweig gemeinsam mit der Fanabteilung, dem FanRat Braunschweig e.V., der Ultràs-Szene – BTSV Eintracht 1895, dem Fanprojekt Braunschweig, der Blau-Gelben Hilfe e.V. sowie Netzwerkpartnern aus dem Bereich Sicherheit statt. Man habe laut Vereinsangaben bei verrschiedenen Gesprächsterminen die Geschehnisse gemeinsam reflektiert und aufgearbeitet. Dafür haben habe man sich Zeit genommen, die aufgrund der Komplexität der Ereignisse notwendig gewesen sei, um zu einer seriösen Analyse und Bewertung zu kommen.
Zur in Brand geratenen Zaunfahne erklärte Eintracht Braunschweig: „In der 56. Minute geriet ein Banner in Block sieben in Brand. Auslöser war ein noch glimmender Zigarettenstummel, welcher in Block sechs weggeworfen wurde und einige Kartonreste der bei Spielbeginn gezeigten Choreo in Brand setzte. Trotz Bemühungen von Ordnern, Fans und Fanbetreuung griff das Feuer innerhalb kürzester Zeit auf ein Zaunbanner über. In diesem Zusammenhang kam es zu einer verbalen Auseinandersetzung zwischen einem Ordner und Fans, die in einer Verfolgungsjagd im Innenraum mündete. Die Situation konnte durch die Fanbetreuung beruhigt werden. Bei allem Verständnis für Emotionalität ist eine solche Situation für uns nicht hinnehmbar. Als Konsequenz daraus darf der Ordner nicht mehr im EINTRACHT-STADION arbeiten und gegen die beiden beteiligten Fans werden Stadionverbote ausgesprochen. Im Anschluss daran bildete sich innerhalb weniger Minuten eine Menschenansammlung hinter dem Marathontor zur Gegengerade und bedrohte die dort postierten Ordner, welche von der Polizei geschützt werden mussten. Daran waren keine Mitglieder der aktiven Fan- bzw. Ultràszene beteiligt. Grund für den Zorn der Menge war das Gerücht, der Ordner hätte das Banner mit Absicht in Brand gesetzt. Ein absolut haltloser Vorwurf.“
Wegen des Vorfalls mit der Zaunfahne und der Stimmung gegen den Ordnungsdienst seien laut Vereinsangeben zum Spielende keine Ordner mehr vor der Südkurve eingesetzt worden. Dort öffneten in der 83. Minute demnach erste vermummte Personen die Tore zum Innenraum. Dabei sei auch ein Rauchtopf geworfen worden, der zu einer Spielunterbrechung geführt haben soll. Nach Abpfiff kam es dann zum Platzsturm, mit dem der Aufstieg in die 2. Bundesliga gefeiert wurde.



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