„Loyal und bescheiden – Der Größte aller Zeiten – R.I.P. Uwe Seeler“

Faszination Fankurve 24.07.2022 0 Kommentare

Foto: Faszination Fankurve

Mit einer großen Choreografie auf der Nordtribüne Hamburg verabschiedeten sich die Hamburger SV-Fans am heutigen Sonntagnachmittag von der am Donnerstag im Alter von 85 Jahren verstorbenen Vereinslegende Uwe Seeler. Die HSV-Fans erschienen überwiegend in Schwarz im Stadion, die Hansa-Fans in Weiß.

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Die Fanszene von Hansa Rostock hatte im Vorfeld der Partie, noch vorm Tod von Seeler, den Dresscode der Gästefans bekannt gegeben. Das Rostocker Fanlager traf sich an einem Bauhaus-Parkplatz in Hamburg-Lurup und zog von dort in einem Fanmarsch zum Gästeblock des Volksparkstadions. Passend zum ausgerufenen Farbmotto zündeten die FCH-Ultras im Gästeblock des Volksparkstadion weiße Bengalische Fackeln.

Beim HSV riefen Verein, Nordtribüne e.V. und HSV Supporters Club zum Erscheinen in Schwarz auf. Vor Beginn des Zweitligaspiels wurden Gedenkkränze für Uwe Seeler ins Volksparkstadion getragen. Auch der FC Hansa gedachte an „Uns Uwe“. Hansa-Sportvorstand Martin Pieckenhagen, der früher selbst beim HSV im Tor stand, überbrachte den Kranz der Gastmannschaft und unterstrich damit die Bedeutung von Uwe Seeler auch über die Grenzen der Hansestadt Hamburg hinaus.

https://youtu.be/Tr3hmi4U2D0

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Die Nordtribüne Hamburg verwandelte sich mit schwarzen und weißen Zetteln in eine große „UNS UWE“-Choreografie. „Loyal und bescheiden – Der Größte aller Zeiten – R.I.P. Uwe Seeler“, stand dazu auf Spruchbändern geschrieben. Im Bereich der HSV-Ultras wurde zudem noch eine neue Schwenkfahne mit einem Bild von Seeler, dem HSV-Wappen und einem „Uns Uwe“-Schriftzug eingeweiht, die bereits bei der Choreografie zum Einsatz kam.

Die HSV-Spieler machten sich zudem in Shirts mit der Rückennummer 9 von Uwe Seeler warm. Während des Spiels trugen die Trikots der HSV-Kicker einen „Uns Uwe“-Aufdruck, statt des Sponsorenschirftzugs.

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In der 2. Halbzeit hielten HSV-Fans auf der Nordtribüne ein Spruchband in Gedenken an Mehmet Kaymakçı hoch, der am24. Juli 1985 in Hamburg von Rechtsradikalen aus rassistischen Motiven getötet wurde. An dem Mord vor 37 Jahren war auch ein HSV-Fan beteiligt. Fans und Verein halten die Erinnerung an das Todesopfer weiter hoch.

Homophobes Spruchband auf der Nordtribüne Hamburg in Richtung der Hooligans des FC Hansa:

Der Hamburger SV distanzierte sich von diesem Spruchband: „Auf unserer Nordtribüne wurde heute während des Spiels ein homofeindliches Spruchband gezeigt. Wir distanzieren uns klar und deutlich von diskriminierenden Inhalten. Diskriminierung hat im Volksparkstadion und beim HSV keinen Platz! Unsere Raute steht für Vielfalt und Diversität.“

Auf dem Rasen wurde die Zweitligapartie erst in der vierten Minute der Nachspielzeit entschieden. Schumacher traf vor 54.500 Zuschauenden im Volksparkstadion in Nachspielzeit zum 1:0 für die Gäste von der Ostsee und brachte damit die über 6.000 in Weiß gekleidete Hansa-Fans zum Jubeln. (Faszination Fankurve, 24.07.2022)

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