Gehaltener Elfmeter, Provokationen & Werder-Fans in Innenraum

Faszination Fankurve 10.09.2022 0 Kommentare

Foto: Faszination Fankurve

Werder Bremen bekam in der Nachspielzeit des Freitagabendspiels beim Stand von 1:0 für den FC Augsburg einen umstrittenen Handelfmeter zugesprochen. FCA-Torwart Rafał Gikiewicz parierte den von SVW-Spieler Marvin Ducksch geschossenen Strafstoß und wandte sich anschließend der Ostkurve zu.

Nachdem die Elfmetersituation geklärt war, zeigte Gikiewicz mit Blickrichtung ins Stimmungszentrum der Werder-Fans mit seinem Zeigefinger auf den Mund und forderte die Werder-Fans somit zur Ruhe auf. Anschließend hielt er seinen Finger hinters eigene Ohr. Eine Geste, die im Fußball genutzt wird, wenn von den Fans nichts oder nur noch wenig zu hören ist. Danach machte der Gikiewicz noch Handbewegungen, in Richtung der Werder-Fans, die durchaus als Aufforderungen zum Herankommen aufgefasst werden konnten. Vor der Ausführung des Elfmeters machte sich der Keeper mit seinen Stollenschuhen noch am Elfmeterpunkt zu schaffen.

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Einige Werder-Fans sprangen als Reaktion auf diese Provokationen des polnischen Torhüters in den Innenraum vor die Ostkurve und gestikulierten zurück. Vereinzelt flogen Gegenstände ins Fangnetz. An der Werbebande endete der Ausflug der Werder-Fans in den Innenraum und es ging nach der hitzigen Situation zurück in den Block.

Im Interview mit DAZN beschwerte sich Rafał Gikiewicz über Provokationen der Werder-Fans. Gikiewicz erklärte, er sei in der 2. Halbzeit von Werder-Fans beleidigt worden. Er könne nicht akzeptieren, wenn er oder seine Familie beleidigt wird. „Das ist meine Art von Antwort“, so der FCA-Keeper zu der Situation im Anschluss an den Elfmeter.

Werder-Fans widersprechen dieser Darstellung des FCA-Torhüters:

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https://twitter.com/nurdersvw_de/status/1568523454483144705?s=20&t=5oui3gyrbHyNhKLzphWLYQ

Zuvor richteten sich mehrere Plakate in der Ostkurve gegen die Polizei: „@POL HB Heute Nacht – Lübeck lebt!“, „ACAB“ und „Pferde auf die Weide – Bullen in den Knast – Stark bleiben A.!“, war auf den Spruchbändern zu lesen. Beim Auswärtsspiel von Werder Bremen in Bochum wurde zuletzt ein Werder-Fan durch ein Polizeipferd verletzt.

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Mit einem „20 Jahre USP“ gratulierten Werder-Ultras zudem der befreundeten Gruppe Ultrà Sankt Pauli zum 20. Geburtstag.

Caillera thematisierte mit einem „Muenster, Bremen, ueberall – Gegen jede Transfeindlichkeit“-Plakat zudem noch einen transfeindlichen Angriff beim Christopher Street Day in Münster, der tödlich endete und einen Angriff in einer Straßenbahn in Bremen.

Die bereits bekannten „Weserstadion unantastbar“-, „Immobilienhaie Vorsicht bissig“- und „Videobeweis abschaffen“-Botschaften richteten sich gegen den kommerziellen Stadionnamen des Weserstadions und die Einführung des VAR. Ein „Pro Samstag 15:30“-Banner der Wanderers Bremen übte zudem Kritik an der Anstoßzeit am Freitagabend, die vor allem bei den Gästefans aus Süddeutschland Urlaubstage kostete.

Im Weserstadion soll gegen 19:45 Uhr zudem ein Mann gestürzt sein, der anschließend vom Rettungsdienst wiederbelebt worden sein soll. Im Nachgang des Spiels setzte die Polizei am Osterdeich Pfefferspray und Schlagstöcke gegen Fans ein und will so eine Auseinandersetzung beider Fanlager verhindert haben.(Faszination Fankurve, 10.09.2022)

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