In Griechenland zog es letzten Freitag (28.02.2025) Hundertausende auf die Straßen, um gegen die Regierung zu demonstrieren. Dabei schlossen sich die meisten Ultrasgruppen (u.a. Super 3, Gate 13, Gate 7, PAOK Ultras 1926) den Protesten an und lieferten sich in diesem Rahmen heftige Kämpfe mit der Polizei. Erfahrt mehr im folgenden Text.
Die Fankultur in Griechenland ist vor allem durch heiße Derbys und Rivalitäten geprägt, gerade in den Städten Thessaloniki und Athen trennen mehrere Vereinen Fanlager und es kommt öfter zu starken Auseinandersetzungen. Trotz aller Unstimmigkeiten und Abneigungen kommt es trotzdem in Ausnahmefällen dazu, dass es zu einer temporären Waffenruhe oder gar Zusammenarbeit kommt, um auf wichtigere Sachen aufmerksam zu machen. So zogen im Jahr 2021 in einem südlichen Vorort Athens 5000 Menschen auf die Straße, um gegen Polizeigewalt zu demonstrieren. Ein Bund aus Panathinaikos-, AEK-, Panionos-, Egaleo-, Atromitos und Olympiakos-Ultras formierte sich, um trotz aller politischer und sportlicher Widrigkeiten gegen den gemeinsamen Feind „Polizei“ vorzugehen, und diese in harten Auseinandersetzungen mit anderen Protestierenden anzugreifen. Ähnliche Szenarios häuften in den vergangenen Jahren und am vergangenen Freitag sollte es erneut zu einer großen Aktion kommen, bei der die griechischen Ultras ebenfalls eine Rolle spielen würden. Grund war der Jahrestag des großen Zugunglücks aus dem Jahr 2023, bei dem auf der Strecke Thessaloniki Athen ein Güterzug und mit einem Personenzug kollidierte und 57 Menschen verstarben. Später stellte sich heraus, dass am menschlichen Versagen zum Unglück kam, weswegen bis heute die Bürger Aufklärung und die Übernahme der Verantwortung seitens des Staats fordern.



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